Grundlagen einer soliden Beziehung

Wer träumt nicht von einer Partnerschaft, die bis ins Alter reicht. Doch immer wieder nagen Zweifel, ob der Gegenüber tatsächlich der oder die Richtige ist. Das beginnt schon in der Kennenlernphase und geht in Krisensituationen weiter. Wer gern eine langfristig funktionierende Beziehung eingehen möchte, wählt daher am Anfang den Partner oft mit Bedacht auf. Aber was ist denn die Grundlage einer soliden Beziehung?

Die Basics – der gemeinsame Lebensentwurf …

… oder zumindest gemeinsame Ziele oder Hobbys. Das hilft gerade am Anfang einer Partnerschaft, denn beide Gegenüber haben einen Fixpunkt. Das kann sein: ein Haus im Grünen, regelmäßige Reisen, gemeinsame Hobbys oder der Traum von einer Familie. Es ist ebenfalls hilfreich, wenn beide Partner aus dem gleichen Milieu stammen. So haben sie einen sozialen Hintergrund, den der Gegenüber nachvollziehen kann. Das reduziert Missbilligungen und Unverständnis.

Wichtig ist für die Partner, ihre gemeinsamen Ziele als Leitlinie zu betrachten, nicht als starres Muss. So können sie sich entlang eines Lebensentwurfes entdecken und den anderen richtig kennen und lieben lernen.

Spannungsfeld aus Nähe und Individualität

Eine gute Grundlage für eine gut funktionierende Beziehung ist ein gesundes Verhältnis von Nähe und Individualität. Nähe ist sehr wichtig, darf aber nicht zum Einengen führen oder gar zum Abtöten von Interessen eines Partners. Wenn Nähe zu einem zentralen Punkt wird, benötigt diese zur Entfaltung die Individualität der Partner. Daher sollte jeder dem anderen Freiräume lassen für Hobbys, Unternehmungen oder eigene Freunde. So bleibt der Partner interessant und fühlt sich seinerseits nicht von der Beziehung erdrückt.

Im Mittelpunkt: Rituale und gemeinsam verbrachte Zeit

Basis einer soliden Beziehung ist aber noch mehr: Wenn es die Partner verstehen, regelmäßig bewusst Zeit miteinander zu verbringen, fördert das Verständnis, Nähe und Intimität. Hilfreich sind dabei Rituale wie Aktivitäten, regelmäßige Abende zu zweit oder das Einnehmen von Mahlzeiten. Durch das bewusste Erleben der Partnerschaft und das gemeinsame und mehr oder weniger regelmäßige Handeln finden beide Partner eng zusammen. Sie bauen so leichter eine feste Bindung auf.

Kommunikation und Kompromissbereitschaft

In einer guten Beziehung ist die Kommunikation das A und O. Es muss nicht alles diskutiert werden, aber bei Problemen sollten beide Partner gut miteinander reden können. Ein respektvoller Umgang, die Akzeptanz der Bedürfnisse des anderen und die Bereitschaft zu Kompromissen sind von großer Bedeutung. Ist dieses als Basis vorhanden, hat die Partnerschaft eine gute Chance.

Und was ist mit Sexualität?

Erotik und Sex sollten niemals alleinige Basis einer Partnerschaft sein. Vielmehr ist das körperliche Verschmelzen der Partner das Sahnehäubchen, das eine Beziehung festigen kann. Unerfüllte sexuelle Wünsche bedeuten häufig Frust, aber ausgelebte Vorlieben können die Partner noch enger zusammenschweißen. Dazu müssen jedoch beide Partner die Wünsche des anderen kennen.